Der zweite Fröschlinachmittag 2017

In der Euphorie des Startes geht manches Vergessen, so auch ein kurzer Bericht zum ersten Fröschlinachmittag. Deshalb an dieser Stelle ein Bericht zum zweiten Anlass dieser Art:

 

 

Um 14 Uhr trafen sich acht gespannte und zum Teil noch etwas scheue Kinder vor dem Kirchgemeindehaus. Zuerst sangen wir gemeinsam mit den Jungschikindern drei Lieder, bevor wir uns im Kirchgemeindehaus an die Arbeit machten. Für unser Zvieri formten wir aus Zopfteig Tiere und Skulpturen, die wir gleich anschliessend im Kirchgemeindehaus buken. Während die Brötli im Ofen waren, hörten wir den Anfang einer Geschichte: Zachäus ist ein sehr reicher Mann, der Zöllner in Jericho ist. Keiner mag ihn, denn er verlangt jeweils das Doppelte der Abgabe und steckt einen Teil in seine eigene Tasche. Doch eines Tages versammeln sich alle Leute, weil ein gewisser Jesus in die Stadt kommt. Zachäus macht sich auf und klettert auf einen Baum, weil er sonst nichts sieht. Das ihn die andern auslachen, ist ihm völlig egal… Danach spielten wir im Pfarrgarten Britisch Bulldogge, ein Spiel bei dem Fänger versuchen ihre Mitspieler hochzuheben, bevor diese die andere Seite des Spielfeldes erreichen. Das geht natürlich nur mit vereinten Kräften. Anschliessend packten wir unser Zvieri und machten uns auf den Weg auf den Schlossberg. Doch unterwegs hielt uns eine Zöllnerin an und verlangte die Hälfte unserer Brötli, damit wir passieren konnten. Nach langer Diskussion gaben wir schliesslich das geforderte und durften passieren. Doch die Zöllnerin folgte uns heimlich! Wir liessen uns nicht irritieren und setzten uns bei den Höhlen auf dem Schlossberg ins Laub, um den zweiten Teil der Geschichte zu hören: Jesus kam direkt auf Zachäus zu und sagte, dass er heute bei ihm essen würde. Die Leute ringsherum wahren ganz erstaunt: Bei diesem Betrüger! Weder Jesus noch Zachäus liessen sich abhalten und Zachäus befahl seinen Dienern, zünftig aufzutragen. Im Gespräch mit Jesus merkte Zachäus plötzlich, dass er sich nicht fair verhielt. Er beschloss alles, was er den Andern abgenommen hatte, den Leuten zurückzugeben. Die Zöllnerin versteckte hinter den Bäumen und beobachtete uns noch immer. Wir luden sie zum Zvieri ein und wollten unsere Brötli noch mit ihr Teilen, als sie ihre Tasche nahm und die zuvor einkassierten Brötli uns wieder zurückgab.

 

Nach dem Zvieri spielten wir das Spiel «Catch the Flag», bei dem zwei Gruppen in zwei Feldern einander gegenüberstehen. Ziel ist es, die gegnerische Flagge zu stehlen und ins eigene Feld zu bringen. Nach zwei Spielen machten wir uns schon wieder auf den Rückweg und spielten dafür beim Kirchgemeindehaus noch einmal Britisch Bulldogge. So schnell war dieser zweite Fröschlinachmittag vorbei!

(Patrik Baumann)