Sommerlager 2016

Einige Fotos zum Lager findest Du in der Galerie. Einen grossen Rückblick gibt es am Elternznacht 2017.

Die Jungschar Gondiswil und die Jungschar Melchnau waren bereits zum zweiten Mal in Folge gemeinsam im Sommerlager. Nach intensiven Vorbereitungen starteten Kinder und Leiter am Samstag, den 2. Juli in Melchnau. Dort trafen sie auf Tim mit seinem Hund Struppi, Käpten Haddock und Schulze und Schultze. Das Thema für das Lager lautete nämlich «Mit Tim und Struppi um die Welt». Getreu dem Motto stand die erste Reise vor der 47köpfigen Schar, mit dem Bus und dem Zug reisten sie zusammen nach Arth-Goldau. In der Zentralschweiz regnete es zwar ein bisschen, dies stellte aber kein Hindernis dar und die Gruppe marschierte nach Rigi Klösterli zum Lagerhaus. Das Gepäck wurde durch die Rigibahn nach oben geberacht, so dass der Marsch nicht allzu schwerfiel. Gleich nach der Ankunft machten sich die dreissig Kinder und Jugendliche ans Beziehen der Zimmer, im ehemaligen Hotel gibt es über dreissig Zimmer mit zwei bis drei Betten, so dass für alle genügend Platz war. Am Abend lernten sich die Teilnehmer und die Leiter in einem Wettbewerb besser kennen, bevor der erste Tag bereits vorbei war.

 

In den Sonntag starteten die Jungscharen nach dem Frühstück mit einem Gottesdienst zum Thema Nächstenliebe. Anschliessend absolvierten die Jungschärlerinnen und Jungschärler einen Postenlauf, bei dem das Kartenlesen trainiert wurde. Neben der Zeichenerklärung setzten sie sich mit Koordinaten und dem Kompass auseinander. Die erworbenen Fähigkeiten wurden am Nachmittag in zwei kleinen Orientierungsläufen in Rigi Klösterli angewendet. Die Ortskenntnis kam den Teilnehmern am Abend im Geländespiel zu Gute, bei dem es darum ging, Kräuter zu schmuggeln und mit diesen ein Gegengift zu brauen. Den Abend liess die Gruppe wie jeden mit feinem Kuchen und einer Gute-Nacht-Geschichte ausklingen. An dieser Stelle herzlichen Dank für all die gespendeten Cakes und Kuchen!

 

Das Programm von Montag war dicht gedrängt. Zuerst machten fuhren sie mit der Rigibahn auf nach Lima, der Hauptstadt von Peru, die in dieser Woche in Arth-Goldau lag. In der Fussgängerzone rund um den Bahnhof fand eine Verfolgungsjagd zwischen Polizistengruppen und Räubergruppen statt, die verschiedene Aufgaben zu lösen hatten. Am Mittag machten sich alle Gruppen gemeinsam auf nach Arth, wo sie die Seebadi am mittelkalten Zugersee besuchten. Auf dem Rückweg zum Bahnhof Arth-Goldau landete plötzlich ein Helikopter neben der Wandergruppe und entführte Käpten Haddock! Im Gegenzug konnten die Kinder und die Leiter einen der Entführer festhalten und mit ins Lagerhaus auf der Rigi nehmen. Im Geländespiel am Abend erfuhren die Kinder, dass Käpten Haddock nur gegen ein Lösegeld am «Schwurplatz» freigelassen würde.

 

So beschloss die Gruppe sich am nächsten Tag uns auf die Suche nach Haddock zu machen. Während die Teenager zu Fuss nach Vitznau wanderten, mit dem Schiff ans andere Ufer übersetzten und weiter bis aufs Rütli wanderten, nahmen die kleineren Jungschärler den Weg nach Rigi Scheidegg unter die Füsse. Leider entdecken die Jungschärlerinnen beim Gipfelkreuz eine Botschaft, dass sie zu spät seien. Doch die Teenager waren erfolgreich: Als sie sich für die Nacht unter freiem Himmel einrichteten, stiess der etwas verwirrte Haddock wieder zu ihnen. Gemeinsam assen sie Znacht vom Feuer. In der Zwischenzeit waren die Jungschärlerinnen und Jungschärler nach einem Besuch im Tierpark Arth-Goldau wieder im Lagerhaus angekommen und vergnügten sich am Abend mit Lotto.

 

Am Mittwochmorgen spielten die jüngeren vor dem Lagerhaus verschiedene Ballspiele, bevor sie am Nachmittag ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse übten. Am Nachmittag stiessen auch die Teenager gemeinsam mit Käpten Haddock wieder zur Gruppe dazu. So konnten alle am Abend Esther, einer ehemaligen Gondiswiler Leiterin, zuhören, als sie von Jesus und der Bedeutung seines Todes für die Menschen erzählte.

 

Am Donnerstag flogen die Jungscharen mit der Air Haddock in die Karibik, wo sie sich in einem Trainingscamp in Form eines Spielturniers auf die Tropen vorbereiteten. Denn am Nachmittag wartete eine Exkursion in die Wälder um Rigi Klösterli auf die Kinder. Sie gingen über eine Seilbrücke über einen Weiher, konnten auf einer Seilbahn den Wasserfall überqueren oder sich einen Schlüsselanhänger knüpfen. Die Anstrengungen vom Nachmitttag wurden am Abend bei einem Wellnessprogramm belohnt. Die Kinder konnten sich Fussbäder gönnen, auf der hauseigenen Bahn kegeln, sich schminken und sich die Haare machen lassen oder einfach entspannen.

 

Am Freitagmorgen wurde die Gruppe durch Professor Bienlein aufgeschreckt. Offenbar hatte jemand seine wissenschaftlichen Bücher und seinen goldenen Kompass gestohlen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten sofort mit dem Zug auf den Gipfel der Rigi und teilten sich dort in Gruppen auf. Jede Gruppe erhielt eine Liste mit Personen und Gegenständen, mit denen ein Selfie gemacht werden musste. So entstanden Selfies mit Familien, Asiaten, Pommes-Frites oder mit Hunden. Schulze und Schultze nahmen die Fotos anschliessend mit, um mit Hilfe der Kollegen der französischen Polizei den Täter zu identifizieren. Der Nachmittag stand ebenfalls im Zeichen der Polizei, die Kinder absolvierten in Gruppen eine Art Abschlusstest, bei dem das gelernte der Woche wiedergegeben wurde. Je nachdem wie Joker und Nieten gesetzt wurden, konnte die Punktezahl halbiert oder verdoppelt werden. Der Abschlussabend bestand aus den Beiträgen der Stille-Zeit-Gruppen, welche verschiedenste Spiele und Theater vorbereiteten. Anschliessend folgte ein Casinoteil, bei dem um Unterlagscheiben gespielt werden konnte und damit süsse Drinks gekauft werden konnten.

 

Innert Kürze war die Woche vorbei und die Kinder und Leiter begannen mit dem Aufräumen und Putzen des Hauses. Fast eine Stunde früher als geplant waren das Haus sauber, das Gepäck zur Station getragen und die Fundgegenstände verteilt. Nach einem Lunch fuhren die Jungscharen ein letztes Mal mit der Rigibahn ins Tal, um mit dem Zug wieder nach Melchnau zu reisen. Eine sportliche, abwechslungsreiche, sonnige und spannende Woche ging zu Ende!

 

Patrik Baumann